8. Mai 2011
18:00 Uhr, Klosterkirche Nordshausen, Kassel
„Das ist meine Freude“
Werke von Johann Ludwig Bach, Heinrich Schütz, Arvo Pärt u.a.

Am Sonntag, 08.05.2011 um 18.00 Uhr, präsentiert Cantiamo Piccolo – der Kammerchor der Universität Kassel – unter der Leitung von Andreas Cessak in der Klosterkirche Nordshausen sein aktuelles Programm unter dem Titel „Das ist meine Freude…“
An diesem abwechslungsreichen Abend werden Stücke geistlicher und weltlicher Chormusik aus fünf Jahrhunderten unter anderem von Johann Ludwig Bach, Heinrich Schütz und Arvo Pärt, aber auch von Rammstein und den Wise Guys zu hören sein.
mehr lesen…



Ein Auftritt im Rahmen der Sonderausstellung „Mit Fried und Freud ich fahr dahin.“ – Protestantische Begräbniskultur der Frühen Neuzeit.
Die Musik der Carmina Burana beginnt mit einer Initiale, die in ihrem Lapidarstil längst ein ‚geflügeltes Wort‘ geworden ist. Sie ist zugleich ein verschlüsseltes Zitat, das auf die ersten zwei Takte meiner Fassung von Monteverdis ‚Klage der Ariadne‘ zurückgeht, schreibt Carl Orff bereits 1979 – also lange bevor ein großer Lebensmittelkonzern mit dieser Musik zum Rendezvous der Sinne einlud oder Henry Maske „O Fortuna“ zu seinem musikalischen Auftrittsemblem machte. Im Wortsinn lapidar, wie in Stein gemeißelt, wirken die ersten Takte in ihrer Wuchtigkeit und Statik. Sie werfen bereits eine Frage auf, die für das Gesamtwerk gilt: War diese Komposition, die nie der musikalischen Avantgarde zugerechnet wurde, nicht immer schon ein Anachronismus? Oder ist sie in ihrer Unzeitgemäßheit gerade zeitlos und damit auch heute noch zeitgemäß?
Die Musik der Carmina Burana beginnt mit einer Initiale, die in ihrem Lapidarstil längst ein ‚geflügeltes Wort‘ geworden ist. Sie ist zugleich ein verschlüsseltes Zitat, das auf die ersten zwei Takte meiner Fassung von Monteverdis ‚Klage der Ariadne‘ zurückgeht, schreibt Carl Orff bereits 1979 – also lange bevor ein großer Lebensmittelkonzern mit dieser Musik zum Rendezvous der Sinne einlud oder Henry Maske „O Fortuna“ zu seinem musikalischen Auftrittsemblem machte. Im Wortsinn lapidar, wie in Stein gemeißelt, wirken die ersten Takte in ihrer Wuchtigkeit und Statik. Sie werfen bereits eine Frage auf, die für das Gesamtwerk gilt: War diese Komposition, die nie der musikalischen Avantgarde zugerechnet wurde, nicht immer schon ein Anachronismus? Oder ist sie in ihrer Unzeitgemäßheit gerade zeitlos und damit auch heute noch zeitgemäß?